Mario Paint

Release: 10. Dezember 1992

Genre: Malprogramm

Spieler: 1

Konsolen: SNES

 

 

Info zum Spiel:

Wie heute jeder weiß ist Nintendos Maskottchem ein wahres Naturtalent. So hüpft und rennt er nicht nur durch´s Pilzkönigreich, fährt Kart und spielt Tennis etc., sondern zeigte sich in den 90er Jahren sogar künstlerich talentiert. Dem Malprogramm Mario Paint lag sogar eine SNES-Maus und Mauspad bei, um den Malspaß zu vereinfachen.

 

 

 

Der Konsolero wird kreativ

Der Schritt, für eine Spielekonsole ein unterhaltsames Malprogramm zu entwickeln, ist ein weiterer Beweis für Nintendos Innovations-Freundlichkeit. Wäre damals doch sonst keiner auf die Idee gekommen, etwas für die Konsole zu veröffentlichen, was jeder auf dem heimischen PC vorfand. Doch im Gegensatz zu Microsofts Paint, durfte man sich in Mario Paint sogar an Mario-Bildern austoben und das auch noch begleitet von Nintendotypischer Musik, welche sich ins Trommelfell einschmeichelte. Überhaupt wurde jeder Handgriff mit kleinen Sounds versehen, was das Malen spielerisch unterhaltsam machte. An Tools wurde natürlich mehr geboten als ein einfacher Pinsel. Vom Kreis über Rechteck bis hin zum Füllen war alles Wesentliche vertreten.

 

Von Mäusen und Fliegen

Gott was habe ich mir damals einen zurecht gemalt. Wenn meine Fantasie nicht mehr weiter wusste, versuchte ich halt Brüste in jeglicher Form auf`s Bild zu bringen. Die Ergebnisse waren eher mäßig. Doch das lag nicht daran, das Mario Paint schlecht zu bedienen war. Man musste nämlich nicht mit dem Steuerkreuz zeichnen, sondern durfte die Vorzüge einer Maus genießen. Dem Programm lag natürlich eine einfache Zwei-Tasten Maus mit ein Mauspad bei. Das Pad war allerdings aus Hartplastik und gestaltete sich für mich ungewohnt, da ich am PC immer ein flexibles Pad hatte, doch man kam mit dem System klar. Mario Paint beinhaltete sogar ein Minispiel, welches die Vorzüge einer Maus voll nutzte. In diesem Spiel hatte man die einfache Aufgabe, die auf einer Spielfläche auftauchenden Fliegen zu zermatschen und einen bestimmten Punkt im Feld zu verteidigen. Natürlich gab es dafür Punkte. Lustig, wie spaßig dieses blöde Spiel damals doch war. Heute gibt es das tausendfach auf Smartphones vom Prinzip her, und langweilt bis zum gehtnichtmehr.

 

Der Gipfel der Kreativität?

Man sollte doch meinen, das man heutzutage niemanden mehr mit einem Malprogramm hervorlocken könnte. Wer würde sich dafür schon interessieren im Zeitalter von Grafikbomben und Actionfeuerwerken? Doch Programme wie Colors 3D oder Art Academy zeigen, das auch heute moch Interesse an Kreativität und Kunst besteht und das mit fleißiger Teilnahme sowie oft grandiosen Ergebnissen. Und genau da liegt der Knackpunkt. Mario Paint ist gealtert und reicht nur noch zum rein schauen aus nostalgischen Gründen. Da helfen auch die witzigen Löschanimationen nichts. Die Möglichkeiten der heutigen Malprogramme übersteigen die des SNES-Erstlings bei weitem. Ja sogar das Zeichnen auf verschiedenen Ebenen für echte 3D Bilder ist möglich (Nintendo 3DS). Und das alles sogar ohne Extra-Peripherie! Also zum reinschauen aus Neugier und Erinnerung kann ich es empfehlen aber für künstelrische Aktivitäten auf einer Konsole, gibt es einfach zu leistungsfähige Alternativen heute.

 


 

 

Spielfortschritt


Grafik

Es ist ein Malprogramm! Macht euch die Grafik selber!

Sound

SNES-Sounds die sich mal wieder in den Kopf ballern. Wenig aber wirksam.


Steuerung

Software super, Hardware eher mäßig. Hartes Mousepad und Rollermaus.

GESAMT:

Als Retro ganz witzig aber heutzutage unbrauchbar.


 

 

Zweite Meinung:

Nintendo ist innovativ. Klare Sache! Nintendo leistet meist Pionierarbeit. Jepp! ALLES von Nintendo ist einfach zeitlos. ... ...NEIN! Mario Paint war zu seiner Zeit ein einzigartiges Stück Soft- und Hardware auf dem SNES. Das Programm bot Nintendo-Herz und nette Spielereien, die damals auch auf dem PC toll waren für den Otto-Normalverbraucher. Aber dieser "Titel" ist sicherlich weder zeitlos noch gut gealtert. Ein unlustiger Witz, wie wenig man tatsächlich mit den Einstellungen und Modi erreichen kann! Nostalgie hin oder her, Mario Paint taugt nur noch für maximal 10 Minuten etwas. Und das auch eher nur, um zu demonstrieren, wie wenig man damit anstellen kann.