The Legend of Zelda - Majora´s Mask

Release: 17. November 2000

Genre: Action-Adventure

Spieler: 1

Konsolen: N64, GCN, Wii VC, 3DS (Remake)

 

 

Info zum Spiel

Nach dem überaus erfolgreichen Sprung in die dritte Dimension mit Ocarina of Time, kam nur zwei Jahre später schon der direkte Nachfolger der Zelda-Reihe. Damals noch spaltete Majora´s Mask die Fangemeinde durch die gänzlich andere Atmosphäre und stressigem Gameplay erzeugt durch die gesetzte Deadline von 72 Stunden bis die Welt untergeht. Genau genommen, die Parallelwelt, denn Majora´s Mask spielte im Gegensatz zu den meisten anderen Zelda-Spielen, nicht in Hyrule. Das Phänomen an diesem Game ist: Wurde es damals noch von den Fans teils schlecht gemacht, ja zählten Einige diesen Ableger garnicht vollwertig zur Zelda-Serie, baute sich mit den Jahren ein wahrer Kult im Majora´s Mask auf und zählt heute zu einer der beliebteren Teilen und nicht umsonst schreiten die Fans jahrelang nach eine Remake für Nintendo 3DS.

 

 

Im Jahr 2000....

Die Zeit der Jahrtausenwende war aufregend. Alle Welt befürchtete schlimmste computertechnische und wirtschaftliche Katastrophen weil die Programme und PC´s nicht mit dem Wechsel von ´99 auf ´00 klar kommen könnten. Einige sahen gar Weltuntergänge vorraus. Und genau dieses Thema griff Zelda zum Ende 2000 dann auf: Der Untergang einer ganzen Zivilisation. Doch das war nicht der Hauptbeweggrund für dieses sehr spezielle Zelda. Bei jedem neuen Teil macht Nintendo sich erst Gedanken über spezielle Features und Gameplay, bevor eine Story drumherum gebaut wird. Im Falle von Majora´s Mask war sicherlich der Ursprung die Idee, eine glaubwürdige Umgebung zu schaffen, in der jeder Anwohner seinen eigenen Tagesrhytmus und Aufgaben hatte. Da es damals aber technisch nicht drin war, alle Einwohner über unzählige Tage immer etwas Neues machen zu lassen, beschränkte man die Handlungen auf drei Tage. Drei Tage.....wie sollte man Diese enden lassen? Ah....genau! Lasst doch einfach den Mond auf die Welt herabstürzen! Aber nicht in Hyrule, sondern in einer Parallelwelt! Klingt für ein Zelda-Spiel schon etwas seltsam, besonders weil fast alle Teile der Serie in Hyrule spielen und fast immer mit der gleichen, groben Haupthandlung! Majora´s Mask machte aber alles anders und spaltete die Zelda-Fangemeinde schon in zwei Lager.......nicht so extrem wie später dann The Windwaker, doch Majora´s Mask machte den Anfang!

 

Eine neue Welt mit neuen Regeln

Der Sprung von Ocarina of Time zu Majora´s Mask war schon beachtlich. Vielleicht nicht unbedingt technisch, den die Engine war die Selbe und es gab dank (zwingendem) Expansion Pak schon einige Detailverbesserungen, welche man schon am Protagonisten sah, doch was die Spielregeln anging sowie die Atmosphäre, hatte die Geschichte rund um Majora nur noch wenig mit dem großen Vorgänger gemein. Schon der Anfang des Spiels machte dies klar! Die Introsequenz war geheimnisvoll und beklemmend im direkten Vergleich zu OoT. Dann der sprichwörtliche Fall in eine andere Dimension, eine Parallelwelt in der ganz seltsame Dinge vor sich gehen und ehe ich mich versah, war ich nicht mehr Link, sondern Deku-Link. Verzaubert durch das Horrorkid, welches Majora´s Maske trug, musste ich mich vorerst als kleine Pflanze mit Mütze durch den Alltag schlagen. Recht früh bemerkte ich dann auch die nahende Bedrohung am Himmel: Ein riesiger Mond mit einem fast schon psychopatischem Grinsen im Gesicht, kam Stück für Stück auf die friedliche Stadt zu, in der ich mich befand. Doch konnte ich nichts tun, als Deku-Pflanze. Tatsächlich musste ich die drei, mir verfügbaren Tage abwarten um kurz vor Ende von Allem meine Okarina wieder zurück zu bekommen, die ich noch von meinen Abenteuern aus Hyrule hatte, um in der Zeit zurückzureisen zu dem Tag, als ich dort aufkreuzte. Man merkte also schon früh, in Majora´s Mask ging es nicht mehr so locker vor im Vorgänger. Die Zeit drängte. Doch egal.....ich war gewillt auch in einer Parallelwelt ein Held zu sein um die sie vor dem Untergang zu bewahren...

 

Von vertrauten und fremden Dingen...

Natürlich war in Majora´s Mask nicht alles neu. Neben der fast identischen Grafik mit bekannten Texturen und Modellen, gab es auch bekannte Gesichter wie die Zoras, Gorornen oder auch Stadtbewohner, die man alle schon im heimischen Hyrule erblickt hat. Jedoch hatten die Figuren hier teils andere Aufgaben und Pesönlichkeiten. Auch das gesamte Interface blieb gleich, denn Steuerung und Anordnung haben sich schon in Ocarina of Time sinnvoll bewährt. Kommen wir also zu dem Wichtigeren: Den Änderungen! Der Zyklus von drei Tagen mochte am Anfang stressend wirken und das tat er im Grunde auch das ganze Spiel über, doch im Laufe der Handlung erlernte man neue Lieder mit denen man die Zeit beeinflussen konnte. So ließ sich das Vorranschreiten der Zeit um die Hälfte verringern, was der inneren Ruhe sehr gut tat. Fiel der Mond jedoch immer näher und näher auf die Welt hinab, blieb einem nur noch die Möglichkeit die Zeit zurück zu drehen und auf diese Weise auch das Spiel zu speichern, womit wir zur nächsten Neuerung kämen. Während man in anderen Zelda-Spielen jederzeit speichern konnte, ging dies hier nur durch die Reise nach Tag 1 wobei man sämtliche Verbrauchsgegenstände wie Rubine, Bomben etc. verlor. Einzige Alternative zum provisorischen Speichern, waren Eulenstatuen. An denen konnte man das Spiel zwar sichern und die Konsole ausschalten, doch mit dem Laden des Spielstandes ging dieser Speicherstand auch wieder verloren. Schaltete man also die Konsole anschließen einfach aus, begann man das Spiel wieder seit dem letzten, richtigen Speichern an Tag 1. Seltsames und unbeliebtes System. Zumindest aber blieb natürlich der Storyfortschritt bei den Zeitreisen sicher. Man war also nicht gezwungen innerhalb der drei Tage, sämtliche vier Dungeons und Nebenmissionen zu bewätigen. Die Anzahl der vier Dungeons mag abschrecken, so hatte Ocarina of Time doch satte acht davon, doch Majora´s Mask machte den Weg zum nächsten Dungeon nicht gerade einfach und so waren oft einige Aufgaben nötig, um überhaupt den nächsten Tempel zu erreichen.

 

Jeder trägt eine Maske....

Ein weiteres Feature, das in OoT nur angeschnitten wurde, ist das Tragen der Masken. Im sechsten Zelda-Teil gab es zum Einen mehr Masken und zum Anderen hatten sie mehr Funktionen. Während Einige einen zum Beispiel vor Mumien schützten oder schneller laufen ließen, gab es vier Masken die sogar Links Form verwandelten. So konnte man die Fähgkeiten eines Zoras, Goronen und Dekus für sich nutzen, um im Spiel weiter zu kommen. Sogar andere Instrumente spielten sie, als Alternative zur Okarina. Die vierte Maske erhielt man erst, wenn man alle anderen Gesichtsbedenkungen ergattert hatte. Diese ließ Link zu einem göttlichen, größeren Link mutieren, jedoch war das nur für den Endkampf möglich. Die normalen Masken riefen oft unterschiedliche Reaktionen der Bewohner hervor und häufig war dies auch nötig, um Nebenaufgaben zu lösen. Da jeder Bürger seinen eigenen Tagesablauf hatte, erhielt man sehr früh im Spiel ein Tagebuch, in welches sich nach und nach die Aktionen der Menschen eintrugen, um einen Überblick zu behalten und zu welchem Zeitpunkt man was machen konnte / musste, um die Aufgaben zu lösen. Es gab also insgesamt schon viele, seltsame Dinge in der Welt. Allerdings wirkte Diese auch abwechslungsreicher bzw. mit mehr Gefahren und Aufgaben. Überall gab es Probleme und Gegner die den Spieler bei der Stange hielten. Und reiste man wieder zum ersten Tag zurück, bestanden die Probleme wieder. Ob das jedoch von Vorteil war, oder eher lästig, sei mal dahingestellt. In jedem Falle aber zeigten sich die Umgebungen etwas verschachtelter als noch in Ocarina of Time. Etwas seltam aber einfacher zum orientieren gestaltete sich aber die Oberwelt um die Hauptstadt herum. Kreisförmig rangte sie sich um Unruhstadt und ging man dort herum, erblickte man schon Stein, Strandsand und Schnee. Passte nicht zusammen, ließ den Spieler aber schneller sein Ziel finden.

 

Ein wachsender Kult

Als Majora´s Mask erschien, gingen die Meinung zu dem Spiel sehr weit auseinander. Mit den Jahren jedoch erfreute sich dieser Ableger an einer immer größer werdenen Beliebtheit und daraus folgte Schlussendlich eine Umsetzung für den Nintendo 3DS, welche zum Zeitpunkt dieses Textes kurz vor dem Release steht. Blicke ich aber selbst mal zurück, war Majora´s Mask ein wirklich eigenwilliges aber unheimlich prägendes Abenteuer. Immer wieder wollte ich diesen Titel nochmals durchspielen, doch kam es nie dazu. Im Vergleich zu Ocarina of Time, welches sich ja wirklich angenehm und locker wieder und wieder und wieder durchspielen lässt, wirkt Links Maskenabenteuer schon etwas zäher. Das liegt einfach daran, das so viele Aufgaben nötig sind, um zum nächsten Dungeon zu kommen. Teils sind sie schwer von Nebenquests zu unterscheiden. Dann kommt der Zeitfaktor hinzu. Nichtmal wegen des Drucks, sondern wegen Uhrzeiten die man berücksichtigen muss, um diverse Aufgaben zu meistern. Majora´s Mask ist einfach viel komplexer und verzweigter als sein Vorgänger. Nichtsdestotrotz ein wahres Meisterwerk. Doch woran liegt das, trotz der enormen spielerischen Änderungen? Die Qualität der Dungeons ist auf gleichem, vielleicht sogar höherem Niveau als sonst. Die Rätsel sind teils recht komplex. Mit einfachen Schalterrätseln kommt man hier nicht weit. Schon dadurch das man bis zu drei unheimliche Ebenbilder von sich erschaffen kann, die an Ort und Stelle stehen bleiben, ergeben sich neue Rätselmöglichkeiten. Ja ein Dungeon lässt sich sogar immer wieder um 180° drehen. Verrückte Welt. Verrückte, aber sehr düstere Welt. So fröhlich wie Unruh-Stadt wirkt, so melanchonisch erscheinen die anderen Bereiche. Abgesehen von der Oberwelt, erklingen an den anderen Orten teils traurige Klänge, die auf die nahende Bedrohung einstimmen. Und diese Stimmung zieht sich durch das ganze Abenteuer. Irgendwie wirken alle Gegenden und sogar die bekannten Gesichter verfremdet. Einfach anders. Nicht so vertraut. Das macht Majora´s Mask zu einem atmosphärischen Highlight in der Reihe.

 

Mit einigen Anpassungen, auch heute ein Hit!

Eine Sache in Punkto Handling war bei Ocarina of Time ganz klar unpassend: Das komplizierte Bestücken der Eisenstiefel. Und da macht Majora´s Mask keine Ausnahme, ganz im Gegenteil. Zwar fällt die Wechselei nicht so nervig auf wie die Eisenstiefel, doch bietet MM einfach viel mehr Items wegen der zahlreichen Masken. Dadurch muss man häufiger ins Menü und die C-Buttons zuordnen. Was aber die 3DS-Umsetzung angeht dürfte man keine Zweifel haben, das dieses System angepasst wurde, zeigte sich doch auch schon Ocarina of Time 3D als deutlich angenehmer. Ein weiteres, Manko ist natürlich das oben erwähnte, umständliche Speichersystem, welches auf dem 3DS aber ebenfalls angepasst wurde. Insgesamt bedarf es auch einem geübten Zelda-Spieler etwas Einarbeitungszeit in dieses, spezielle Abenteuer, doch wenn man sich erst daran gewöhnt hat, bekommt man eines der atmosphärischsten Zelda-Geschichten überhaupt geboten. Doch gibt es eine Sache, die der Atmosphäre ein wenig schädlich sein könnte und das ist der Sound. Majora´s Mask ist so ungewohnt düster und mystisch, das die ollen Midi-Sounds für verwöhnte Dolby-Ohren sich da etwas unterfordert fühlen könnten. Bei Ocarina of Time 3D stellte dies kein Problem dar, da es keine SO dichte Atmo hatte, wie MM. Abseits dessen sollte man sich aber zweifelsfrei auf dieses Highlight einlassen. Damit spreche ich auch vorab eine Empfehlung für die 3DS-Version aus. Nur manisch depressive Menschen sollten sich besser davon fern halten. ;-)


Spielfortschritt


Grafik

Im Detail noch hübscher als OoT mit vielen Details. Ein N64-Highlight.

Sound

Einige bekannte Tracks aus OoT aber auch viele (traurige) Songs sind dabei. Atmo-Burner!


Steuerung

Ansich top aber wie immer, zu viele Items für zu wenig Buttons. Fernab dessen aber super!

GESAMT:

Ganz anders als OoT aber nicht minder genial. Ein düsteres Zelda-Abenteuer wie kein Anderes!


 

 


 

 

 

Die Realität über Majora

Den Namen "Majora" wurde von einer alten, brasilianischen Kultur am Amazonas abgeleitet, den "Marajoara". Man fand viele Töpfe und Masken aus Keramik von diesem Folk, das wohl vor rund 3.000 Jahren lebte. Nicht nur die Namensgebende Maske ist von alten Kulturen inspiriert, auch andere Details im Spiel sind von alten Kulturen beeinflusst worden.

 


Schon wieder Starfox und Zelda....

Haben in Ocarina of Time fleißige Nerds tatsächlich den Arwing aus der Starfox-Reihe im Programm-Code entdeckt, ist das.....ich nenne es mal Easteregg....in Majora´s Mask schon offensichtlicher. So kann man nämlich fünf Masken im Spiel finden, dessen tierisches Abbild frappierend an Starfox erinnert. Zufall?

 


So wurde für Zelda - Majora´s Mask geworben