Forsaken

Release: 02. Mai 1998

Genre: Ego-Shooter

Spieler: 1-4

Konsolen: PlayStation, N64

 

 

Info zum Spiel:

Die Jungs und Mädels die sich auch schon mit Extreme-G einen Namen machten, begannen ein Spiel Namens "Project X" zu entwickeln. Später wurde es in Forsaken umbenannt und erinnerte im Gameplay an das Spiel Descent, welches Mitte der 90er erschien. Das Spezielle an Forsaken ist, das man mit einer Art Hoverbike aus der Ego-Sicht durch Schächte und enge Flure schwebt, in alle Richtungen. Orientierung und Schwindelfreiheit waren hier ein Muss! Leider bekam der Titel keine Forsetzung mehr, doch gerade in der Welt der Virtual Reality Brillen wäre es ein interessantes Konzept, um millionen von Gamer zum Kotzen zu bringen.

 

 

Da vorne! Ne, oben! Ne, man....unter dir!

Das war DAS Experiment! In Forsaken ging es in wirklich jede Richtung, sprichwörtlich drunter und drüber. Was läge da näher als seinen Cousin vor die Leinwand eines Beamers zu stellen, über den Forsaken auf Nintendo 64 lief und sehen was mit ihm passiert? Naja.....er kippte um. Solch schnelle Perspektivenwechsel und Effektgewitter kann man nicht lange stehend vertragen. So ging es manchen Leuten sogar im Sitzen. Abgesehen von evtl. Flugsimulationen gab es keine Spiele, in denen man sich so frei in jede Beliebige Richtung bewegen konnte. Entsprechend waren natürlich auch die Levels aufgebaut. Große Räume, Schächte und versteckte Gänge in jeder Ecke. Durch die neue Freiheit musste man besonders aufmerksam die Gegend untersuchen. Schnell erwischte ich mich immerzu dabei (anfangs), das ich mich zu sehr wie in einem klassischen Ego-Shooter bewegte. Doch spätestens wenn man nicht weiter kam und man von oben oder unten von Gegnern angeschossen wurde, begann man sich mit den Räumlichkeiten auseinanderzusetzen. Eine neue Art der Fortbewegung auf dem N64 war geboren.

 

Round and round and round and BÄMM!

Natürlich ging es in Forsaken nicht nur darum, schwebend die Kanäle und Flure zu erforsten, im Fokus musste man natürlich Gegnern zeigen, das nicht nur sie sich gut im luftleeren Raum bewegen können. Um da zu überzeugen, bot der Gleiter einem verschiedene Waffensysteme, die man einfach im Level einsammeln konnte. Abprallende, oder durchdringende Schüsse halfen im Schwebe-Leben gut weiter, denn besonders in späteren Levels zog der Schwierigkeitsgrad doch ganz gut an. Auf der technischen Seite konnte Forsaken seinerzeit auch überzeugen, denn die dynamischen Lichteffekte wussten zu überzeugen. So erhellten abgegebene Schüsse die Umgebung, welche etwas an die Futuristik von Extreme-G erinnerte. Die Lichteffekte waren aber das, was mir mit am meisten im Kopf blieb. Ich fand es einfach faszinierend wie die Schüsse die Räume erhellten. Aus heutiger Sicht keine große Sache aber zur N64-Zeit war das schon toll. Auch musikalisch bekam man elektrische Beats um die Ohren, die recht bassorientiert waren, ähnlich wie Extreme-G 2.  Prinzipiell bockte das flotte Gameplay aber schon über längere Zeit und ich schwang mich immer wieder mal auf mein Hoverbike um den Gegnern zu zeigen, wie der Hase läuft.....oder gleitet. Mal sehen ob mich das heute auch noch so begeistern kann...

 

 

Fremde Welten

Nach so langer Zeit wieder im N64-Schacht gehabt und doch wiedererkannt. Forsaken. Allein das musikalisch untermalte Intro meines Lieblings-Trios Iguana Entertaiment, Acclaim und Probe, macht Lust auf mehr. Speziell die Musik versprüht schon eine eigene, elektronisch, befremdliche Atmosphäre. Nach dem Start aus dem Hauptmenü, darf man sich sogar erstmal einen Gleiter aussuchen, was ich schon wieder völlig vergessen hatte. Im Sinn blieb mir aber, welchen Gleiter ich damals immer spielte, als ich ihn wieder sah. Es sieht aus wie ein Vogelkopf. Strange aber cool. Anschließend (und davon hatte ich auch keinen Schimmer mehr), durchläuft man die Kampagne ähnlich wie in Lylat Wars, was die Level-Reihenfolge angeht. Je nach Leistung in einem Level, gibt es bestimmte Punkte an denen man zu einem von bis zu drei anderen Levels fortfährt. Das fordert den Spieler heraus und hält die Dauermotivation oben, da man jedes absolvierte Level wiederholen kann um einen anderen Weg zu verfahren. So bekommt man auch verschiedene Locations zu sehen, auch wenn sie sich untereinander jetzt nicht so gewaltig unterscheiden. Meist hat man es mit technischen Levels zu tun, mit jeder Menge Lichtchen, Rohren und Computern am Rand. Es gibt aber auch Levels die z.B. ägyptisch angehaucht sind.

 

Stick-Skills gefragt!

Alle Levels haben aber Eines gemeinsam: Die neu gewonnene Bewegungsfreiheit wird voll ausgenutzt. Es gibt so viele Gänge, Rohre und Schächte in alle Himmelsrichtungen und selbst unter Wasser, das es hier unabdinglich ist einen ausgeprägten Orientierungssinn an den Tag zu legen. Besonders auch weil man in vielen Levels auch nach erledigter Arbeit wieder zum Levelstart zurück muss. Völlig ohne Pfeile oder Anzeigen, die dem Spieler helfen könnten. Man sollte also schon einen klaren Kopf haben. Mal ganz abgesehen von der Schwindelfreiheit die man beweisen muss, denn besonders wenn man die Steuerung im Blut hat, kann man den Gleiter ordentlich um 360° prügeln. Und das ist oftmals auch nötig, denn natürlich wird man auch in diesem Spiel nicht einfach von alleine geheilt. Somit muss man schon darauf achten, das man möglichst unbeschadetet die Levels absolviert. Das setzt voraus das man sich gut bewegen, Schüssen ausweichen und entsprechend erwidern kann und das ist nicht so einfach wie in einem klassischen Ego-Shooter, denn zum Einen bewegt man sich nun auch vertikal und zum anderen hat man im luftleeren Raum keinen Grip, das heißt das man sich immer etwas schwammig bewegt. Somit muss man die Steuerung schon beherrschen. Aber man ist ja nicht alleine. Verschiedene Upgrades und Waffen helfen einem durch den Tag. Selbst kleine Atombomben gibt es. Die Upgrades etc. die man in einem Level einsammelt, bleiben aber auch in diesem Level. Man kann sie nicht ins nächste Level mit nehmen. Somit sind die Begingungen in jedem Level immer gleich.

 

Technisch durchwachsen

Gehen wir mal auf die Technik ein. Das wird es schon etwas seltsam, denn die Texturen sind häufig wirklich unschön und maschig, teilweise sogar pixelig, als hätte man die PlayStation-Version einfach überarbeitet und ab und an was vergessen zu optimieren. Wenn man mal nah an die Flächen heran schwebt (und das ist durch die Ego-Sicht ja locker möglich), dann bekommt man schon wirklich schäbige Flächen zu sehen. Witzigerweise stört das in den meisten Fällen aber garnicht mal. Man ist zumeist so mit den Gegnern beschäftigt oder damit sich zu orientieren, das die Matschtexturen garnicht auffallen. Dazu kommen natürlich die offensichtlichen Lichteffekte bei jedem Schuss, die lenken ohnehin ab, wissen sogar gut zu gefallen. Musikalisch bekommt man, wie schon angemerkt, elektronische Beats geboten, die auf mich wie ein Mix aus Extreme-G 2 und Tetrisphere klingen. Sauber! Was die Steuerung angeht, ist ansich alles gut gelöst. Der Löwenanteil geht natürlich an die Bewegung aber generell hat man alles gut im Griff, es bedarf aber in jedem Falle etwas Übung, solche Spiele hat man nicht alle Tage. Wer sich aber darauf einlässt, bekommt ein effektvolles und forderndes Actiongame geboten.

 


 

 

Spielfortschritt


Grafik

Genauer betrachtet echt mies aber durch die Lichteffekte doch ansehnlich.

Sound

Guter Bass und fetzige sowie seltsame Musik. Aber nichts Weltbewegendes.


Steuerung

Volle Kontrolle, allerdings gewöhnungsbedürftig wegen des Schwebeverhaltens.

GESAMT:

Es gibt bessere Games aber Spaß macht das Ganze immernoch. In frischter Optik top.


 

 


 

 

 

Cover-Girl

In der ersten Fassung von Forsaken gab es einen 12-Monats-Kalendar mit dem Cover-Girl als Extra-Dreingabe.

Die Frau die auf dem Cover zu sehen ist, heißt Donna DeCianni. Allerdings fand sie nur auf dem US-Cover platz, in Europa gab es nur einen Planeten mit einem eingrdückten "F".

Turok <---> Forsaken

Es gibt einen Zusammenhang zwischen Turok - Dinosaur Hunter und Forsaken, tatsächlich. Nicht nur das hinter Beidem Acclaim steckt, sondern das es zu beiden auch Comics gibt. Turok ist bekannt dafür aber Forsaken-Comics eher weniger. Es gibt auch nur wenige davon. De Fakto trat Forsaken aber das erste mal nach Release des Spiel auf, als Turok in eine Parallelwelt gerät, die in der Welt von Forsaken spielt.

 

 

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