TimeSplitters 2

Release: 01. November 2002

Genre: Ego-Shooter

Spieler: 1-4

Konsolen: GameCube, Playstation 2, X-Box

 

 

Infos zum Spiel

Der GameCube wurde erst mit dem zweiten Teil der Trilogie beglückt, dessen Vorgänger schon auf PS2 erschien. Der trainierte Nintendo-Gamer erkannte schnell, das hier Vieles aus GoldenEye und Perfect Dark" für´s N64 bekannt vor kam und das hatte auch seinen Grund. Das Entwicklerteam Free Radical entstand 1999 aus fähigen Mitarbeiten der RareWare-Gruppe und Diese wurden ja für die genannten N64-Hits geliebt. Auffällig an der TimeSplitters-Reihe waren vor Allem die abwechslungsreichen Zeitreisen, der Humor, der sehr umfangreiche Multiplayer sowie ein leicht zu bedienender Map-Editor. Schon lange tauchen immer wieder mal Grüchte um einen vierten TimeSplitters Ableger auf, jedoch gibt es derweil keinerlei Hinweise, das tatsächlich daran gearbeitet wird.

 

Vertrauter Anfang

Schon auf der PS2 habe ich den ersten Teil der Reihe gespielt, allerdings nur mit einem Freund und fast nur im Multiplayer, der mir damals enorm viel Laune machte. Als TimeSplitters 2 aber dann für GameCube erschien, war meine Freude umso größer es endlich selbst besitzen zu können. Ich kaufte mir das Spiel, nichts ahnend, wie viel Spaß es mir tatsächlich noch bringen würde. Schon das Menü und die Musik machten Lust auf mehr. Speziell das Tor, das zur Zeitreise genutzt wurde, brachte coole Effekte ins Spielmenü. Auf eine Story gehe ich jetzt mal bewusst nicht ein, da Diese ohnehin nicht wirklich relevant war und selbst wenn, hätte man sie vor Spielspaß eh nicht behalten. Also springe ich gleich zum ersten Level. Dieses erinnerte mich frappierend an GoldenEye (N64). Ich begann unten an einem riesigen Staudamm, die Umgebung verschneit und die Musik erinnerte mich etwas an das Level "Surface" aus dem Bond-Abenteuer. Dazu eine mir vertraute Steuerung und die Möglichkeit Gegner leise zu killen sowie Kameras und Alarmsysteme auszuschalten. Zwar war es meine Aufgabe, einen Zeitkristall ausfindig zu machen, doch die Atmosphäre dort hatte mich so schnell im Wickel, das ich die Tatsache das es sich bei dem Spiel um Zeitreisen handelt, völlig vergaß. 

 

Zurück in die Zukunft....oder so

Das erste Level überzeugte mit einer angenehmen Größe und ausreichend Gegner. Es durfte gesnipert werden, Melonen zerschossen werden, es gab Explosionen und Monster..... ich beendete es, doch irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, etwas vergessen zu haben. Es gab Türen die ich gerne geöffnet hätte, welche aber verschlossen waren. Des Rätsels Lösung war der leichte Schwierigkeitsgrad. Hätte ich einen Höheren gewählt, wäre das Level noch weiter gegangen, mit einem Besuch auf dem Staudamm, einem Helikopter-Boss-Kampf und mehr. Super Sache. Es erinnerte mich ein wenig an Perfect Dark" (N64), welches ebenfalls schon kleine Veränderungen bei höheren Graden aufwies. Schon das erste Level brachte also eine nette Abwechslung, flüssiges Gameplay und stimmige Atmosphäre auf. Doch das war nur der Startschuss. Im Laufe des Spiels durchlief man unterschiedlichste Zeiten. Vom wilden Westen mit vollbusigen Cowgirls in Not, über TommyGun-Spaß in den 30er Jahren, bis hin zu actiongeladenen Laserschießereien im Jahre 2046. Jede Epoche brachte ihre eigenes Leveldesign, Gegner und Waffen mit sich. So gleichte kein Level dem Nächsten. Klar das man im Dschungel sich mit einer Armbrust zur Wehr setzt, statt einer Phaserkanone. Hier haben die Entwickler spürbar die Abwechslung im Visier gehabt und schafften es, das dies nicht verzweifelt aufgesetzt wirkt, sondern ordentlich Spielspaß mit sich bringt.

 

Von Technik und Steuerung

Aus grafischer Sicht war TS2 interessant. Zwar wirkten die Figuren von ihrer Statur und Animation recht comichaft, doch die Umgebungen sahen glaubhaft und sauber aus. Durchweg lief das Geschehen flüssig über den Bildschirm furstrierte nie mit Ruckeleinlagen. Auch die Steuerung zeigte ich hoch flexibel und anpassbar für Jeden. So konnte ich dort sogar bestimmen, das ich im Kimme und Korn Zielen, das Fadenkreuz mit dem linken Stick bewege, was üblicherweise mit dem Rechten geschieht. Ich konnte (und kann auch heute noch) aber nicht so gut mit dem rechten Daumen zielen. Leider bot TimeSplitters 3 diese Funktion schon nicht mehr und überhaupt habe ich kein Spiel mehr in die Finger bekommen, in dem ich das nach meinem Geschmack einstellen konnte. Doch so flexibel wie TS2 da war, hat Jeder seine Einstellung gefunden und konnte sich entsprechend geschickt anstellen. Wurde man doch von Gegnern beschossen, setzte ein geliebtes System ein, das man ebenfalls von den beiden Rare-N64-Shootern kannte. Es leuchtete halbkreisförmig links ein roter Gesundheitsbalken auf. Um Diesen zu verschonen, konnte man Schutzwesten finden, welche den halbkreisförmigen Balken auf der rechten Seite blau aufleuchten ließ. 

 

Multiplayer-Fest

Ein weiterer Punkt, der schon in den beiden N64-Shootern für viel Spielspaß sorgte, war der lokale Mulitplayer. GoldenEye gilt auch heute noch als die MP-Legende im Ego-Shooter Bereich auf Konsole. Perfect Dark" brachte das Ganze auf ein neues Niveau. Anpassbare Bots, zig Charaktere und zahlreiche Spielmodi sowie ein Levelsystem, welches man heute schon von Call of Duty & Co. kennt. TimeSplitters 2 sprengte aber in jedem Punkt den Rahmen. Die Anzahl der spielbaren Charaktere, seht ihr hier links auf dem Bild. Vom Soldaten über gut ausgestatteten Mädels bis hin zum Affen oder einem Fisch im Roboteraquarium war alles dabei. Dazu abwechslungsreiche Levels, inspiriert vom Storymode sowie einigen Levels aus dem ersten Teil der TS-Reihe (das China-Level, mein absoluter Favorit). Und wem die tollen Levels immernoch zu wenig waren, der konnte sich einfach an den leicht zu bedienden Map-Editor heran machen und eigene Levels basteln, ja sogar eigene Story-Levels mit Gegnern, Beleuchtung, Triggern und mehr. Leider war ein begrenzter Speicher, der dafür zur Verfügung stand, oft hinderlich seiner Fanatsie freien Lauf zu lassen. Wirklich motivierend waren aber die Herrausforderungen. Dabei handelte es sich um gezielte Aufgaben die in den Mulitplayer-Maps angesiedelt waren. So musste man z.B. innerhalb eines festen Bereiches möglichste lange überleben, während man sich gegen unzählige Gegnerwellen verteidigt oder eine bestimmte Zeit vor einem brennenden Affen flüchten. Die Aufgaben gestalteten sich sehr unterschiedlich und wurden mit Trophäen belohnt. Von Bronze bis Gold konnte man seine Leistung beweisen. Das war für mich schon sehr motivierend damals.......bis ein Freund von mir plötzlich eine Platin-Trophäe aus dem Ärmel zauberte. Diese wurde nämlich so im Menü garnicht angepriesen. Somit war ich noch angestachelter, meine Leistung zu verbessern und mehr Platin zu ergattern als mein Kumpel. Mal ganz abgesehen vom Vergleich der ganzen Statistiken wie Zielgenauigkeit, gespielte Zeit etc., die man gerne miteinander verglich. Somit war TimeSplitters 2 für mich ein böser Zeitfresser, den ich aber gerne in Erinnerung behalte.

 

Da steckt Qualität drin!

Schaue ich mir TimeSplitters 2 heute an, fällt selbstverständlich sofort auf, das die Grafik aber auch die Präsentation nicht mehr mithalten kann. Letzter Punkt wurde aber schon in TimeSplitters 3 erheblich verbessert. Das Gameplay hingegen würde man heute zwar sicher als "Retro" bezeichnen, sagt mir aber immernoch deutlich mehr zu als die meisten Shooter von heute das tun. So läuft man zwar auch hier schlauchförmig durch die Level, jedoch ohne ständige Unterbrechungen von Cutscenes oder Quicktime-Events. Ohne nervige Kameraden die mich zu labern und bestimmen, ob ich gerade stehen bleiben, schleichen oder laufen soll. Hinzu das höchst abwechslungsreiche Setting, was aber in der Natur der Sache liegt: Zeitreisen! Nicht von der Hand zu weisen sind natürlich die deutlichen Spuren, die GoldenEye und Perfect Dark" in diesem Werk hinterlassen haben. Nicht nur die oben genannten Dinge. So erinnert das Level "Neo Tokio" doch stark an "Chicago" aus Perfect Dark". Und selbst die Einschusslöcher sind wohl glatt aus den N64-Shootern kopiert. Und das alles sind sicher keine negativen Aspekte, waren die 64-Bit Shooter doch wegweisend!


 

Spaßbombe damals, Spaßbombe heute

Gerade erst komme ich von einer intensiveren Runde TS2. Was sofort wieder Laune macht und unvergessen bleibt: Snake! Vor der Zeit der Smartphones war Snake auf den Nokia-Handys DER Knüller. JEDER hat es gespielt. In TimeSplitters 2 ließen sich für das Gerät, welches eigentlich als Radar genutzt wurde, drei ROMS im Spiel finden, welche kleine Retro-Games freischalteten. Die machen auch heute noch Laune. Darunter die Nr. 1: Natürlich Snake! Allerdings spielt sich das etwas moderner als die Handy-Variante. In TS2 kann man sich auch diagonal sowie schneller bewegen. Zusätzlich darf man noch mit drei weiteren Freunden antreten. Klar das das Spiel so nicht lange dauert, mit vier Schlangen im Screen. Was aber mit Freunden NOCH MEHR Spaß in die Bude bringt, ist der lokale Mulitplayer. Der rockt aus meiner Sicht auch heute noch alles weg! Wenn man heute Call of Duty & Co. gewohnt ist, darf man in TS2 ruhig erstmal über die rasante Geschwindigkeit geschockt sein. Flüssige Grafik, schnelle Fortbewegung, zahlreiche Waffen von Pistole über Laserknarre bis zu Flammenwerfer und Minigun. Hier geht es schlicht um Kills und das unheimlich schnell. Wenn man stirbt, ist man mit einem Tastendruck derart schnell wieder im Spiel, das ein Zuschauer den virtuellen Tod des Spielers glatt verpassen kann. Was das ganze Geballer noch im Spaß ordentlich pusht, ist die flotte Themenmusik. Richtig geile Tracks begleitet von starken Schussgeräuschen lassen die Lautsprecher ordentlich knallen. Das macht kurz und einfach BOCK!!!! Aber auch Einzelspieler werden prächtig unterhalten. Speziell auch wegen den Trophäen die sich in den speziellen Aufgaben erspielen lassen. Ich ärger mich heute noch, das ich zwar 59 Platin habe aber immernoch 2 Silber und 5 Gold Trophäen gelistet werden. Einfach zu schwer. Mit 99,5% kann ich leider keine "Perfekt-Plakette" im Spielfortschritt anbringen. Unter´m Strich muss ich aber eine eindeutige Empfehlung für dieses Knaller-Game ausprechen. Hier wird einfach alles geboten: Abwechslungreiches Setting / Waffen, massig Charas, TOP-Multiplayer, zig Aufgaben, flüssige Grafik, Humor, super Soundtrack, Map-Editor........und Affen!


 


Spielfortschritt


Grafik

Könnten mehr Details sein, läuft aber sehr flüssig, der Look

Sound

Von atmosphärisch bis bombastisch verwöhnen die Tracks die Ohren und Waffen ballern durch.


Steuerung

Mehr kann man sich nicht wünschen. Hoch flexibel und anpassbar, funktioniert 1A

GESAMT:

Qualität wo man hin guckt. Dieses Game bringt nichts als Spaß, Spaß, Spaß!!!


 

 

Zweite Meinung:

 It´s Time for Times! Ich LIEBE Time Splitters 2 und muss tatsächlich sagen, dass der Titel auch heute noch mein Favorit unter allen Ego-Shootern ist. Gute Spielbarkeit, Abwechslung, Witz und ein enorm cooler Coop-Modus. Was ich an Stunden mit dem Titel verbracht habe, zusammen mit meinem Bruder. Klare Empfehlung meinerseits, auch heute noch! Wo bleibt denn eigentlich mal ein vierter Teil?


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